Chronik

Die ersten Jahre

Der Malerbetrieb Wiese wurde 1910 von Josef Wiese gegründet. Nachdem Josef Wiese am 13. Oktober 1910 vor der Handwerkskammer Arnsberg seine Meisterprüfung abgelegt hatte, machte er sich daraufhin selbstständig. Die erste Werkstatt richtete er an seiner damaligen Wohnstätte in der Drostenfeldstraße 12 in Hüsten ein.
Am 18. Juni erhielt er zusammen mit seinem Bruder Theo Wiese, von Beruf Kunstmaler und Ausbilder an der Meisterschule für Maler in Düsseldorf, das Ehrendiplom der Handwerkskammer Arnsberg. Dieses berechtigte ihn zum Führen der silbernen Medallie, die bis in die 50er Jahre die Rechnungen des Malerbetrieb Wiese zierte.
Im Jahre 1914 begann Josef Wiese mit dem Neubau eines Wohnhauses mit Werkstatt in der Röhrstraße 13, dem heutigen Sitz des Malerbetrieb Wiese. Aufgrund einer Knieverletzung wurde er nicht für den Kriegsdienst eingezogen. Im Laufe der Jahre wurden die ersten Mitarbeiter und Lehrlinge eingestellt. Bis in die 50er Jahre lebten immer wieder bis zu zwei Mitarbeiter mit im Haus der Familie Wiese und wurden von den Frauen des Hauses verpflegt.
Am 01. April 1940 begann Josef Wieses Sohn, Gisbert Wiese seine Lehre als Maler im elterlichen Betrieb. Josef Wiese war sowohl vor, als auch nach dem Krieg, viele Jahre nebenbei als Vorsitzender der Malereinkaufsgenossenschaft mit Sitz in Hüsten tätig.
chronik josef wiese

Der Zweite Weltkrieg

chronik3
chronik4-berlin43
Nach der Bombadierung deutscher Städte wurden von der Maler-Innung Kreis Arnsberg 1942 ca. 20 Meister und 2 Lehrlinge aus der Region für drei Monate in die Altstadt von Osnabrück befohlen, um zerstörte Scheiben zu erneuern. Darunter auch Josef Wiese und sein Sohn Gisbert. Im gleichen Jahr folgte ein Glaser-Einsatz in Berlin-Steglitz und Wilmersdorf. In Berlin war Josef Wiese Einsatzleiter und für die Abrechnung verantwortlich. Auch nach der Möhnekatastrophe war er als Einsatzleiter zum Aufbau der beschädigten Häuser vor Ort tätig.
1943 wurde Gisbert Wiese dann für 7 Monate zum Arbeitsdienst nach Hagen eingezogen. Dort betreute er Malerlehrlinge für Anstricharbeiten in Arbeitslagern und renovierte Privat- und Dienstwohnungen der Offiziere. Anschließend wurde er am 01. April 1944 wurde zum Wehrdienst einberufen und kam genau ein Jahr später am 01. April 1945 in amerikanische bzw. später französische Kriegsgfangenschaft.

Die Nachkriegszeit

Während dieser Zeit führte Josef Wiese den Betrieb weiter. Oft hat der Betrieb in dieser Zeit Arbeiten für die Besatzer ausgeführt.
Nach dem Zusammenbruch des deutschen Reiches 1945 und der politischen Neuordnung wurde Josef Wiese in den ersten Neheim-Hüstener Stadtrat gewählt. Ende 1947 wurde Gisbert Wiese aus der Kriegsgefangenschaft entlassen und begann 1949 in drei Wintersemestern mit der Meisterschule in Düsseldorf. Dort wurde er u.a. von seinem Onkel Theo Wiese unterrichtet. Da sein Vater Josef Wiese erkrankte musste Gisbert Wiese zum Ende seiner Meisterschule zurück nach Hüsten, um den elterlichen Betrieb weiterzuführen. Seine Meisterprüfung legte er daraufhin 1952 vor der Arnsberg Handwerkskammer ab.
In den 50er Jahren wurde Josef Wiese Obermeister der Malerinnung Arnsberg.

Die Weiterentwicklung in den 60er Jahren

Im Laufe der Jahre wuchs der Betrieb deutlich auf zeitweise bis zu 20 Mitarbeiter. Durchgehend wurden selber Lehrlinge ausgebildet. Verglasung, Bodenverlegung und Gerüstbau wurden mit in das Programm aufgenommen. 1961 wurde ein großes Holzgerüst angeschafft und schon in den 70er Jahren stellte man als einer der ersten Betriebe in der Region auf Alugerüst um.
Nachdem die Werkstatt in der Röhrstraße zu klein geworden war, eröffnete der Betrieb 1975 eine zweite Werkstatt in Alt-Arnsberg. Hier war neben dem Material- und Gerüstlager auch ein zweites Büro untergebracht.
holgeruest

Die dritte Generation

Im Jahr 1970 begann Gisbert Wieses Sohn Dietmar die Ausbildung im elterlichen Betrieb und legte am 20. Juli 1978 vor der Handwerkskammer Arnsberg seine Meisterprüfung ab.
Im Jahre 1973 wurde er bei einem Leistungswettbewerb der Handwerksjugend im Maler- u. Lackierer-Handwerk, Kammersieger.
1983 bot sich die Möglichkeit eine Fabrikhalle auf dem Nachbargrundstück in der Röhrstraße in Hüsten zu erwerben. Nach einem Umbau der Halle entstand hier eine neue große Werkstatt mit Lager, sodass das Lager in Alt-Arnsberg aufgegeben werden konnte.
Im Jahre 1986 präsentierte sich der Betrieb auf einer Handwerkermesse auf der Hüstener Riggenweide. Über mehrere Tage wurden hier neue Techniken und Leistungen des Betriebs präsentiert.
Seit 1993 führt Dietmar Wiese den Betrieb. Auch er setzte die Firmenphilosophie fort. Wie auch sein Vater und Großvater setzt er auf eine ständige Modernisierung und Weiterentwicklung des Betriebes. Immer im Mittelpunkt stehen die Zufriedenheit des Kunden und die Erbringung einer bestmöglichen Qualität in Sachen Material und Ausführung.
Das Produktportfolio wurde bis heute ständig erweitert.
holgeruest

Weichenstellungen für die Zukunft

Der Malerbetrieb kann zu Recht behaupten ein Familienbetrieb zu sein. Mehrere Familienmitglieder engagieren sich heute in den verschiedensten Bereichen für den Betrieb.
Heute ist der Malerbetrieb Wiese ein moderner Betrieb mit gutem Namen in Hüsten, der sich der Region verpflichtet fühlt. Jedes Jahr wird in die Ausbildung neuer Fachkräfte und eine ständige Weiterentwicklung investiert.
Derzeit beschäftigt der Betrieb 3 Meister, 9 Facharbeiter, 2 Auszubildende und eine Bürofachkraft.
Mit stolz blickt die Firma nun auf ihre 100 jährige Firmengeschichte zurück:

Malerbetrieb Wiese – ein moderner Betrieb mit Tradition!